Das Wiedererwachen der A380: Emirates nimmt seine Superjumbos langsam wieder in Dienst

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Während die Coronavirus-Pandemie in weiten Teilen der Welt keine Anzeichen eines Abklingens zeigt, hat Emirates die A380 auf nicht weniger als sechs Strecken wieder in den Dienst gestellt. Die Fluggesellschaft hofft, ihre wiedererwachten Superjumbos nach London, Amsterdam, Kairo, Paris, Guangzhou und Toronto mit einer einzigartigen COVID-Krankenversicherung mit einer Gültigkeit von 31 Tagen zu füllen.

Emirates Airbus A380
Der weltgrößte Betreiber der A380 nimmt den Superjumbo wieder in Dienst. Foto: Emirates

Toronto als neueste Ergänzung

Obwohl sich die Reisenachfrage noch lange nicht erholt hat, nimmt Emirates seinen A380-Betrieb langsam wieder auf. Der erste Superjumbo-Flug nach viermonatigem Flugverbot landete am 15. Juli in London Heathrow. Seitdem hat die Fluggesellschaft die Rotation der Doppeldecker um weitere fünf Ziele erweitert. Die jüngste Erweiterung, die am 16. August beginnt, wird fünfmal wöchentlich nach Toronto führen.

Flug EK 241 wird Dubai um 09:10 Uhr verlassen und um 15:05 Uhr Ortszeit in Toronto landen. Der Rückflug, EK 242, startet um 21.45 Uhr in Toronto und landet am folgenden Tag um 18.30 Uhr wieder in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

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Nach den zweimal täglich stattfindenden Flügen nach London Mitte Juli hat Emirates den kultigen Quad-Jet in seinen Flugplan von Dubai nach Amsterdam (täglich), Kairo (viermal wöchentlich), Paris (täglich) und Guangzhou aufgenommen. Letztere werden ab morgen, dem 8. August, einmal pro Woche verkehren.

Emirates sagt, dass es seinen Einsatz entsprechend der Marktnachfrage zusammen mit den Betriebsgenehmigungen weiterhin schrittweise ausweiten wird.

Emirates a380 getty images
Emirates bietet allen Personen, bei denen nach einer Reise COVID-19 diagnostiziert wurde, Quarantäne- und medizinische Kostenübernahme an. Foto: Getty Images

Einzigartige COVID-Abdeckung

Die Pandemie ist offensichtlich noch lange nicht vorbei. Wie plant Emirates also, den Betrieb seiner A380 finanziell tragfähig zu machen? Der Superjumbo ist unter normalen Umständen notorisch schwierig zu füllen, und dies gilt angesichts der aktuellen globalen Gesundheitskrise mehr denn je.

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Zunächst einmal hat die Fluggesellschaft den Kampf um das Vertrauen der Kunden einen Schritt weiter geführt. Sie ist die erste Fluggesellschaft der Welt, die eine kostenlose globale Krankenversicherung für koronabezogene Gesundheitsausgaben anbietet. Wenn bei Ihnen innerhalb von 31 Tagen nach Ihrem ersten Flug die Diagnose COVID-19 gestellt wird, übernimmt die Fluggesellschaft die medizinischen Kosten mit bis zu 150.000 € (ca. 177.000 USD). Darüber hinaus erstattet sie die Kosten für die Quarantäne mit bis zu 100 € (118 USD) für 14 Tage.

Die Deckung gilt zwischen dem 23. Juli und dem 31. Oktober 2020, gilt für alle Reiseklassen und hat sogar einen kostenlosen 24-Stunden-Hotline-Support.

Emirates, Airbus A380, A380 Over
Dubai hat sich wieder einmal für Einreise- und Transitpassagiere geöffnet, aber wird das ausreichen, um den Superjumbo zu füllen? Foto: Getty Images

Betrieb von 50% des Netzwerks im August

Mit dieser Abdeckung, strikten Maßnahmen an Bord und obligatorischen COVID-Tests für alle ein- und durchreisenden Passagiere, die in Dubai ankommen, hofft die Fluggesellschaft, den Menschen wieder Vertrauen in die Buchung von Tickets zu geben.

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Dieser Optimismus spiegelt sich in seinem Flugplan für August wider. Emirates betreibt wieder 50% seines vor der Pandemie bestehenden Netzes mit Flügen zu 70 Zielen. Darüber hinaus hat Dubai seine Grenzen erneut für Geschäfts- und Urlaubsreisen geöffnet.

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Emirates ist der weltgrößte A380-Betreiber. Während andere Fluggesellschaften den Superjumbo aufgrund von COVID vorzeitig aus dem Verkehr ziehen, hat die in Dubai ansässige Fluggesellschaft ihre Absicht bekundet, ihn noch mindestens ein weiteres Jahrzehnt in der Flotte zu behalten.

Emirates’ Konkurrent am Golf, Qatar Airways, hat dagegen erklärt, dass der Betrieb seiner A380-Flotte zum jetzigen Zeitpunkt wirtschaftlich nicht rentabel sei. Der CEO der Fluggesellschaft, Akbar Al Baker, sagte, dass dies weder der Umweltverantwortung der Fluggesellschaft gerecht werde noch wirtschaftlich sinnvoll sei.

Glauben Sie, dass die Entscheidung von Emirates, ihre A380-Flugzeuge umzuverteilen, gerechtfertigt ist, wenn die Nachfrage auf einem nahezu historischen Tiefstand verharrt, oder ist sie einfach nur verrückt? Teilen Sie uns Ihre Gedanken in den Kommentaren mit. 

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