Der Prototyp der KLM im V-Maßstab absolviert seinen Erstflug

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In einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung gab die KLM bekannt, dass der maßstabsgetreue Modellprototyp des innovativen Flugzeugs Flying-V im vergangenen Monat seinen ersten Flug absolviert hat. KLM und die Technische Universität Delft arbeiten seit fast zwei Jahren gemeinsam an der Entwicklung, und der erfolgreiche Erstflug bringt uns einem radikal neuen Design von Passagierflugzeugen einen Schritt näher.

Flying-V
Erstflug der TU Delft und der Flying-V der KLM. Foto: KLM

Die Entwicklung der Flying-V

Die KLM gab am 1. September eine Pressemitteilung heraus, in der sie bekannt gab, dass der maßstabgetreue Prototyp ihrer Flying-V im vergangenen Monat seinen ersten Flug absolviert hatte. Vor anderthalb Jahren stellten die KLM Royal Dutch Airlines und die Technische Universität Delft (TU Delft) ihr revolutionäres Flugzeugmuster Flying-V vor. Der Prototyp wurde zum ersten Mal im Oktober 2019 vorgestellt, passend zum 100-jährigen Jubiläum von KLM.

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Der Prototyp wurde inzwischen umfangreichen Windkanal- und Bodentests unterzogen und schließlich für flugtauglich erklärt.

Die Flying-V ist als extrem energieeffizientes Langstreckenflugzeug konzipiert. Die Treibstofftanks, die Passagierkabine und der Frachtraum sind alle in die Flügelstruktur integriert. Die spektakuläre V-Form, die von den Flügeln gebildet wird, sorgt für eine verbesserte aerodynamische Form und reduziert das Gewicht des Flugzeugs. Computerberechnungen sagen voraus, dass das Flugzeug den Treibstoffverbrauch im Vergleich zu den fortschrittlichsten Flugzeugen, die heute fliegen, um 20% senken wird.

Als die Flying-V kurz vor ihrem Erstflug stand, sagte Pieter Elbers, Präsident und Vorstandsvorsitzender von KLM:

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„Wir waren sehr neugierig auf die Flugeigenschaften der Flying-V. Das Design passt zu unserer Initiative Fly Responsibly, die für alles steht, was wir tun und tun werden, um unsere Nachhaltigkeit zu verbessern. Wir wollen eine nachhaltige Zukunft für die Luftfahrt, und Innovation ist ein Teil davon. Deshalb sind wir sehr stolz darauf, dass wir dies gemeinsam in so kurzer Zeit erreichen konnten.“

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Der Jungfernflug der Flying-V ist ein Erfolg. Foto: KLM

Flying-V macht seinen Jungfernflug

Auf einem Luftwaffenstützpunkt in Deutschland traf sich im vergangenen Monat ein Team von Ingenieuren, Forschern und einem Drohnenpiloten der TU Delft zum ersten Testflug. Nach Angaben der TU Delft wiegt das maßstabsgetreue Modell 22,5 kg (50 Pfund) und hat eine Länge von 2,76 m (9,05 Fuß) und eine Spannweite von 3,06 m (10 Fuß). Es ist mit zwei 4 kW-Triebwerken, einem Drohnensteuerungssystem und 6 kg Lithium-Polymer-Batterien ausgestattet.

Ziel des Testflugs war es, zu zeigen, dass der Prototyp sicher starten und landen und einen langen Flug mit einer Reihe von Manövern durchführen kann. Das Team konnte zahlreiche Flugdaten sammeln, anhand derer es berechnen kann, welche Anpassungen gegebenenfalls vorgenommen werden müssen, um das Flugzeug für neue Flugtests vorzubereiten.

Flying-V scale prototype
Die beim Testflug gesammelten Daten ermöglichen es dem Team, Anpassungen vorzunehmen. Foto: KLM

Ergebnisse der Testflüge

Der Jungfernflug des Prototyps im Maßstab 1:1 war ein Erfolg, aber das Team fand einige Probleme, die für künftige Flüge angepasst werden sollen. Zum Beispiel lag der Schwerpunkt des Flugzeugs etwas zu weit hinten, was bedeutet, dass das Fahrwerk etwas weiter vorne platziert werden muss. Das Flugzeug wackelte auch, was es schwierig machte, die Flügel waagerecht zu halten und eine ziemlich raue Landung verursachte. Die Daten werden verwendet, um die Instabilität zu korrigieren.

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Während das Team mit der Entwicklung voranschreitet, wird es auch alternative und nachhaltige Antriebsmethoden erforschen, möglicherweise mit flüssigem Wasserstoff.

Sind Sie von diesen Fortschritten im Flugzeugbau begeistert? 

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