Emirates und Etihad bitten Flugbesatzung um unbezahlten Urlaub

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Heute wurde berichtet, dass die Nahost-Fluggesellschaften Emirates und Etihad die Kabinenbesatzung bitten, ab nächsten Monat unbezahlten Urlaub zu nehmen. Im Zuge der weltweiten Pandemie haben die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen Fluggesellschaften bereits Tausende von Arbeitsplätzen abgebaut.

Emirates A380
Emirates und Etihad fordern Kabinenpersonal erneut auf, unbezahlten Urlaub zu nehmen. Foto: Getty Images

Unbezahlter Urlaub und Arbeitsplatzverluste für Mitarbeiter von Fluggesellschaften

Ein Bericht von Reuters enthüllt heute, dass Emirates und Etihad die Flugbesatzung erneut aufgefordert haben, unbezahlten Urlaub zu nehmen. Dieser Schritt erfolgt in dem Moment, in dem die Fluggesellschaften versuchen, den durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Schaden für ihre Unternehmen in den Griff zu bekommen. Die Informationen stammen aus internen Quellen und Memos an die Mitarbeiter.

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Die COVID-Krise hat die Luftfahrtindustrie dezimiert und in den VAE-Unternehmen sind bereits Tausende von Arbeitsplätzen verloren gegangen.

Emirates hat der Kabinenbesatzung in einem internen Memo mitgeteilt, dass sie vom 1. September bis zum 30. November aufgrund des zu erwartenden Personalbedarfs zwischen einem und drei Monaten unbezahlten Urlaub nehmen kann. Quellen zufolge setzte die Fluggesellschaft auch ein Entlassungsprogramm fort, das im Juli begonnen hatte, indem sie in der vergangenen Woche weitere Besatzungsmitglieder entließ.

In einer internen E-Mail teilte Etihad seiner Kabinenbesatzung mit, dass sie über mehr Personal verfüge, als sie benötige. Viele der Besatzungsmitglieder würden auf den Flügen nicht nach Dienstplan eingesetzt, und das sei für das Unternehmen nicht tragbar. In dem Memo hieß es, dass die Besatzung ab dem 16. September zwischen 10 Tagen und sechs Monaten unbezahlten Urlaub nehmen könne.

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Im März baten beide Fluggesellschaften auch Piloten und Kabinenbesatzung, unbezahlten Urlaub zu nehmen, da für die Flüge ein Flugverbot verhängt wurde. Etihad hatte im Mai Hunderte von Mitarbeitern entlassen, und im Juli enthüllte Emirates Pläne, seine Belegschaft um 15% zu reduzieren, was den Verlust von 9.000 Arbeitsplätzen bedeutete.

Etihad airbus travelpass Getty Images
Etihad hat während der Krise große Verluste erlitten. Foto: Getty Images

Die langsame, aber stetige Erholung der Fluggesellschaften im Nahen Osten

Den drei großen Fluggesellschaften des Nahen Ostens, Emirates, Etihad und Qatar, gelang es, den Flugbetrieb während der Pandemie aufrechtzuerhalten, wenn auch mit deutlich reduzierter Kapazität.

Emirates gelang es, im Geschäftsjahr zum 31. März einen Gewinn auszuweisen, aber der Präsident des Unternehmens, Tim Clark, räumte ein, dass die kurzfristigen Aussichten nicht gut waren. In einem optimistischeren Bericht wird jedoch die Hoffnung geäußert, dass die Fluggesellschaft bis zum nächsten Jahr 100 % ihrer Strecken in Betrieb nehmen kann.

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Im Gegensatz dazu verzeichnete Etihad in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 einen Rückgang der Passagierzahlen um 58% gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2019. Die Zahlen führten zu einem Betriebsverlust von 758 Millionen US-Dollar für diesen Zeitraum.

Trotz Reisebeschränkungen hatte Katar während der Pandemie immer noch mehr als zwei Millionen Passagiere befördert. Obwohl die Zahlen für diesen Zeitraum erst im nächsten Jahr vorliegen werden, dürfte die staatliche Fluggesellschaft aus der Krise als stärkste der drei Fluggesellschaften hervorgehen.

Emirates a380 getty images
Emirates will seine A380 weiter fliegen. Foto: Getty Images

Emirates und Etihad wollen die A380 weiterhin fliegen

Während viele Fluggesellschaften ihre Superjumbos ausgemustert oder in Rente geschickt haben, fliegt Emirates immer noch den Airbus A380. Allerdings ist der Riese der Lüfte auf einigen Strecken durch kleinere Flugzeuge ersetzt worden, bis die Passagiernachfrage wieder anzieht.

Die zehn A380 von Etihad bleiben vorerst am Boden, aber die Fluggesellschaft hat erklärt, dass sie keine Pläne hat, das Flugzeug außer Dienst zu stellen. Die Fluggesellschaft sagte, sie werde die Superjumbos wieder ins Netz bringen, wenn die Nachfrage wieder steigt.

Wie stehen Sie zu dem massiven Verlust von Arbeitsplätzen in der Luftfahrtindustrie? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen.

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