Finnair verkauft einen Airbus A350

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Die finnische Fluggesellschaft Finnair hat einen ihrer 15 A350 verkauft, um Geld zu beschaffen. Die Fluggesellschaft hat ein Sale-and-Leaseback des Flugzeugs vorgenommen und wird es auf Leasingbasis weiter betreiben. Dadurch habe sich ihre Liquiditätslage um rund 100 Millionen Euro (118 Millionen US-Dollar) verbessert.

Finnair A350 on ground
Finnair hat ihre neueste A350 verkauft. Foto: Finnair

Finnair hat eine A350 verkauft, um Geld zu beschaffen

Finnair hat einen ihrer Airbus A350 verkauft. Das Flugzeug wird die Flotte aber glücklicherweise nicht verlassen, da es im Rahmen eines Sale-and-Leaseback-Geschäfts verkauft wird.

Der verkaufte A350 wurde ursprünglich im Februar 2020 an Finnair ausgeliefert. Sie ist die neueste A350 in der Flotte und als OH-LWP registriert. Seit ihrer Indienststellung ist sie für Finnair im Liniendienst tätig und fliegt unter anderem Bangkok, Shanghai, Tokio und Delhi an.

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Zuletzt befand sich das Flugzeug auf einer Rotation zwischen New York, Helsinki und Seoul. Es war die 15. A350-900, die aus einem Auftrag von 19 Flugzeugen an die Fluggesellschaft ausgeliefert wurde. Gegenwärtig hat Finnair 11 ihrer A350 im Einsatz, da das Unternehmen daran arbeitet, sein Streckennetz nach einem umfangreichen Startverbot wiederherzustellen. Vier davon bleiben geparkt.

Gemäß der Erklärung der Fluggesellschaft über die Sale-and-lease-back-Vereinbarung wurde diese mit Nomura Babcock & Brown Co. (“BNB”) und BBAM Aircraft Management LP als Arrangeur und Leasebediener durchgeführt. Die anfängliche Betriebsdauer beträgt 12 Jahre mit der Option auf Verlängerung.

Obwohl der positive Cash-Effekt keinen großen Unterschied zu den Ergebnissen des dritten Quartals von Finnair ausmachen wird, hat die Fluggesellschaft bekannt gegeben, dass die Transaktion ihre Liquidität um mehr als 100 Millionen Euro (118 Millionen US-Dollar) verbessern wird.

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Worum geht es bei einem Sale-and-Leaseback?

Der Sale-and-Leaseback-Markt erfreut sich wachsender Beliebtheit, da die Fluggesellschaften angesichts des beispiellosen Rückgangs der Reise-Nachfrage versuchen, ihre Liquidität zu stärken. Da nur sehr wenig Bargeld eintrifft, sind die Fluggesellschaften gezwungen, ihre wertvollsten Vermögenswerte, bei denen es sich in der Regel um ihre eigenen Flugzeuge handelt, zu liquidieren.

In den vergangenen Monaten haben wir gesehen, wie easyJet sechs A320neos an eine Leasingfirma verkauft hat, während das Billigflugunternehmen Wizz Air sechs A321neos an BOC Aviation verkauft und zurückgeleast hat. United hat ebenfalls ein Geschäft mit BOC Aviation abgeschlossen und insgesamt 22 Flugzeuge zum Rückleasen verkauft, während Delta Air Lines sechs seiner A321neos verkauft und zurückgeleast hat. Eines der bisher größten Sale-and-Leaseback-Geschäfte war jedoch mit Etihad Airways, bei dem 38 A330 und Boeing 777 verkauft und dabei 1 Milliarde Dollar eingespielt wurden.

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Finnair A350
Finnairs Verkauf eines Großraumflugzeugs ist klein im Vergleich zu einigen anderen Geschäften, die wir gesehen haben. Foto: Finnair

Sale-and-Leaseback ist in der Luftfahrt zur neuen Normalität geworden, da die Fluggesellschaften bestrebt sind, das Geld zu sichern, das sie für den weiteren Betrieb benötigen. Der Nachteil dabei ist natürlich, dass das Unternehmen als Ganzes an Wert verliert, weil es weniger eigene Vermögenswerte besitzt. Es gibt auch den langfristigen Nachteil, keine Flugzeuge zu besitzen, wie etwa die Verpflichtung, teure Leasingverträge zu zahlen.

Mit nur einer A350, die im Rahmen eines Leaseback-Deals verkauft wurde, befindet sich Finnair eindeutig nicht in der schlechtesten finanziellen Lage. Im vergangenen Monat hat das Unternehmen im Rahmen einer Bezugsrechtsemission 575 Millionen Dollar aufgebracht, was zur Stärkung seiner Reserven beigetragen haben wird. Aber mit einem Darlehen in Höhe von 600 Millionen Euro (710 Millionen Dollar), das zurückgezahlt werden muss, und Schwierigkeiten bei der Wiederherstellung ihres Netzes muss noch ein Berg bestiegen werden, bevor sie aus dem Gröbsten herauskommt.

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