Ist REX die Boeing 737 von Virgin Australia im Visier?

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Berichten zufolge diskutiert die australische Regionalfluggesellschaft Regional Express (REX) darüber, Virgin Australia einige Boeing 737 aus den Händen zu nehmen. REX kündigte vor kurzem Pläne an, ihren Betrieb zu intensivieren und Jets zwischen den Hauptstädten an der australischen Ostküste einzusetzen. Es handelt sich um einen kühnen Plan, bei dem bisher eine Kernkomponente fehlt – Jets.

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Regional Express soll bis zu 10 Boeing 737 von Virgin Australia im Visier haben. Foto: Sheba Also via Wikimedia Commons

Aber The Australian Financial Review berichtet jedoch, dass REX mit Vermietern über die Aufnahme von bis zu zehn Ersatzflugzeugen des Typs Virgin Australia Boeing 737 spricht.

Opportunismus oder ein schöner Zufall?

Nach ihrem Zusammenbruch im April, der Umstrukturierung und dem anschließenden Verkauf verkleinert Virgin Australia ihre Flotte auf eine kleinere Boeing 737-Flotte. Gegenwärtig hat die Fluggesellschaft 79 Boeing 737-800 in ihren Büchern. In unmittelbarer Zukunft wird die Zahl auf etwa die Hälfte davon sinken. Da etwa die Hälfte der 737-Flugzeuge von Virgin geleast sind, lässt sich dies leicht erreichen, indem die Flugzeuge an ihre Leasinggeber zurückgeschickt werden.

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In der Zwischenzeit will der Mitbewohner von Virgin Australia in so manchem australischen Flughafenterminal, REX, im nächsten Jahr mit dem Fliegen von Jets auf ausgewählten australischen Hauptstrecken beginnen. Das ist ein großer Schritt nach oben für eine Fluggesellschaft, die sich bisher daran gehalten hat, Pendler-Turboprops in regionale Zentren und Buschstädte zu fliegen.

Während viele die Klugheit der Ambitionen von REX in Frage stellen, könnte es für einige Flugzeugvermieter eine perfekte Lösung sein. In vielen Fällen müssten die Flugzeuge nicht einmal zwischen Flughäfen hin- und herfliegen!

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REX hat sich bisher daran gehalten, Turboprops in regionale Zentren und Buschstädte zu fliegen. Foto: Bidgee via Wikimedia Commons

Das liquide Unternehmen REX treibt Jet-Ambitionen voran

Einige Experten gingen davon aus, dass der Vorstoß von REX in den Fernverkehr davon abhing, dass Virgin Australia ganz von den Abflugtafeln der Flughäfen verschwinden würde. Aber so hat sich die Sache nicht entwickelt. REX ist jedoch keinen Schritt zurückgewichen und kündigte im Juni an, dass sie eine Flotte von „fünf bis zehn Schmalrumpf-Jets“ in Erwägung ziehen würden.

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Im Moment ist REX in Geld schwimmend, nachdem er in diesem Jahr fast 40 Millionen US-Dollar an direkten Regierungszuschüssen eingesteckt hat. Das ist eine Menge Geld für eine Fluggesellschaft, die im Haushaltsjahr 2018/19 nur 12,5 Millionen US-Dollar verdient hat. Mehr als genug, um in einem mit Flugzeugen überversorgten Markt eine Anzahlung auf ein paar Leasingverträge zu leisten.

Quellen aus der Flugzeugleasingbranche haben Simple Flying mitgeteilt, dass das Leasing einer 737-800 je nach Bonität des Leasingnehmers etwa 200.000 US-Dollar pro Monat kosten würde. REX könnte einen kleinen Rabatt erhalten, wenn sie mehrere Flugzeuge desselben Leasinggebers übernehmen würden, was die monatliche Rechnung nach unten drücken würde.

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Virgin Australia hat eine ganze Reihe von Boeing 737 als Ersatz. Foto: Getty Images

In der Zwischenzeit teilte REX Simple Flying mit, dass es noch nicht entschieden habe, welches Flugzeug es einsetzen werde, und dass es „in aktiven Gesprächen mit Leasinggebern aus der ganzen Welt“ bleibe.

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Laut The Financial Review hat Virgin die Flugzeuge, die sie behalten will, markiert und ist froh, dass die Leasinggeber die überschüssigen Flugzeuge anderweitig verteilen.

Ob die Leasinggeber einfach nur einen Schlepper holen und ihre Flugzeuge zu den REX-Gates im gleichen Terminal schieben oder sie um die Welt in eine neue Heimat fliegen müssen, bleibt abzuwarten. Wir sollten es bald herausfinden.

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