Kenya Airways will einige geleaste Flugzeuge vorzeitig zurückgeben

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Aufgrund des Rückgangs der Passagierzahlen hat Kenya Airways (KQ) beschlossen, einige ihrer Flugzeuge vor dem festgelegten Rückflugtermin zurückzuschicken. Gleichzeitig ist die ostafrikanische Fluggesellschaft dabei, einige ihrer Boeing 787 in Frachtflugzeuge umzurüsten.

Kenya Airways Returning Leased Planes
KQ plant die vorzeitige Rückgabe von Flugzeugen, um die Ausgaben für die Flugzeugwartung zu reduzieren. Foto: Getty Images

Die Fluggesellschaft hat seit über einem Monat ihre Flüge im In- und Ausland wieder aufgenommen. Leider sind die Passagierzahlen nicht mehr so hoch wie vor der Pandemie.

Laut Business Daily Africa füllt KQ im Durchschnitt „37 Prozent der Sitzplatzkapazität der Fluggesellschaft aus“.

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Aus diesem Grund hat Kenya Airways bereits Gespräche mit Leasingfirmen über die vorzeitige Rückgabe einiger Flugzeuge aufgenommen. Damit soll die derzeitige Flotte verkleinert und die Kosten für Wartung und Betrieb der Flugzeuge gesenkt werden.

Eine Reduzierung der Flotte

Die Entscheidung von KQ, die Zahl der Flugzeuge zu reduzieren, kommt, da die Fluggesellschaft einen starken Rückgang der Passagiernachfrage auch bei Wiederaufnahme der Flüge einräumt. Als die Flüge im August wieder aufgenommen wurden, bediente die Fluggesellschaft nur noch 30 Ziele gegenüber den üblichen 56 Destinationen.

Dies erklärte der Vorstandsvorsitzende Allan Kilavuka in Business Daily Africa mit den folgenden Worten:

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„Zurzeit gibt es weniger Zielorte und weniger Frequenzen, und wir müssen darauf reagieren, da wir für diese Zielorte kleinere Flotten fliegen müssen.“

Damit entscheidet sich die Fluggesellschaft für eine schlankere Flotte, ein Schritt, der auch der Fluggesellschaft Kosten sparen wird.

Momentan gibt es keine Neuigkeiten darüber, welche Flugzeuge KQ zurückkehren will, aber die Fluggesellschaft ist entschlossen, einige ihrer Dreamliner zu Frachtern umzurüsten. Nach Angaben von Planespotters.net hat die Fluggesellschaft derzeit fast 40 Flugzeuge in ihrer Flotte, und neun davon sind Dreamliner.

Eine Zunahme von Frachtflügen

Allan Kilavuka erklärte, dass das Entfernen der Sitze von Flugzeugen vom Typ Boeing 787 es der Fluggesellschaft ermöglichen würde, diese Flugzeuge für Frachtflüge einzusetzen. Diese Flüge umfassen Langstreckenflüge zwischen Afrika und anderen Kontinenten. Er sagte:

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„Wir stehen derzeit in Verhandlungen mit Leasingnehmern, damit wir einige ihrer Flugzeuge vorzeitig zurückgeben und in einigen Fällen einige durch Entfernen von Sitzen in Frachtflugzeuge umbauen können.“

Kenya Airways flight
Kenya Airways verwandelt einige Boeing 787 in Frachtflugzeuge. Foto: Getty Images

Die Fluggesellschaft hat ihre Flugzeuge seit den ersten Monaten der Pandemie umgerüstet. Im April berichtete Simple Flying, dass KQ in einem umgebauten Boeing 787 Dreamliner über 40 Tonnen frisches Obst, Gemüse und Gartenbauprodukte nach London transportiert hat. Im Gegenzug brachte sie Pharmazeutika, Bergbauausrüstung und andere Kuriergegenstände zurück.

Bis zum 2. August hatte die KQ mehr als 10.000 Tonnen Fracht geflogen. Wenn mehr Flugzeuge ein neues Leben als Frachter beginnen, wird die Fluggesellschaft zweifellos in der Lage sein, mehr Fracht zu transportieren.

Die Trend News Agency berichtete, dass KQ seine wöchentlichen Frachtflüge nach China erhöht. Ab nächsten Monat wird die Fluggesellschaft zweimal wöchentlich Fracht nach China schicken.

Darüber hinaus deutete der Leiter der Frachtabteilung, Peter Musola, an, dass KQ möglicherweise nach mehr Frachtflugzeugen sucht. Konkret sagte Musola, die Fluggesellschaft wolle 2021 drei Großraumfrachter anschaffen, um die Frachteinnahmen zu erhöhen.

Ein momentaner Stellenabbau für eine bessere Zukunft

In einer offiziellen Presseerklärung vom 28. August wurden die Einnahmen von KQ für die sechs Monate bis Juli 2020 um 48% reduziert. Auch die Passagierzahlen sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 55,5%. Dieser Halbjahresverlust ist größer als die jährlichen Verluste der Fluggesellschaft in den letzten drei Jahren.

Kenya Airways 777
Die afrikanische Fluggesellschaft wird bis zum 30. September Kostensenkungsübungen durchführen. Foto: Getty Images

Allan Kilavuka ist der Ansicht, dass Entscheidungen zur Kostensenkung schnell getroffen werden müssen, um die Beständigkeit der Fluggesellschaft zu sichern. Laut Kilavuka:

„Wir müssen heute die richtigen Entscheidungen für die Nachhaltigkeit des Geschäfts von morgen treffen, daher die Entscheidung, jetzt zu schrumpfen, um in Zukunft zu wachsen und auf der anderen Seite der Krise als schlankere, effizientere Fluggesellschaft hervorzutreten.“

Als solche durchläuft die Fluggesellschaft eine organisationsweite Umstrukturierung der Berechtigungen. Dazu gehört die Reduzierung der Flotte und des Personals. Alle Entscheidungen werden bis Ende dieses Monats umgesetzt.

Was halten Sie von einer Verkleinerung der KQ-Flotte? Halten Sie es für eine gute Idee, Passagierflugzeuge zu Frachtern umzurüsten? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen.

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