Ryanair geht gegen „Screen Scraping“-Buchungs-Websites vor

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Die europäische Billigfluggesellschaft Ryanair hat ihr Vorgegen gegen so genannte „Screen Scraping“-Websites fortgesetzt. Die Fluggesellschaft weist darauf hin, dass solche Websites nicht berechtigt sind, ihre Tickets zu verkaufen, und dadurch denjenigen, die diese Dienste nutzen, Probleme bereiten.

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Ryanair hat seine Proteste gegen Screen-Scraping-Websites auf Twitter fortgesetzt. Foto: Getty Images

Die Welt des Ticketverkaufs ist hart umkämpft und ein heikles Thema für Fluggesellschaften. Nehmen Sie zum Beispiel die Praxis des versteckten City-Ticketing oder des Skiplagging. Dies hat dazu geführt, dass sowohl Lufthansa als auch American Airlines gegen Verbraucher vorgegangen sind, die für zwei Flüge bezahlt haben, aber nur mit einem geflogen sind. Bei Ryanair geht es jedoch nicht um Passagiere, sondern um Unternehmen, die als Vermittler fungieren.

Was ist Screen Scraping?

In der Welt der Fluggesellschaften sieht man beim Screen Scraping im Wesentlichen, wie ein Unternehmen die Website einer Fluggesellschaft scannt und dann seine Tickets mit Gewinn verkauft. Was das Scraping-Unternehmen betrifft, so sind alle zufrieden, Ryanair erhält den Flugpreis, der Fluggast erhält ein Ticket, und sie erhalten ihren Anteil an der Beteiligung.

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Wenn jedoch etwas schief geht, werden die Dinge kompliziert. Solche „Screen Scraping“-Websites geben Ryanair die richtigen Passagierdaten, aber falsche Zahlungs- und Kontaktdaten. Dies, so Ryanair, soll verhindern, dass die Fluggesellschaft die Passagiere darauf aufmerksam macht, dass sie einen „Screen Scraping“-Service in Anspruch genommen haben.

Ryanair erklärte den Vorgang in einem Video, das auf ihrem Twitter-Feed gepostet wurde:

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Warum macht Ryanair jetzt auf das Thema aufmerksam?

Die ganze Problematik des Screen Scraping ist durch den derzeitigen massiven Nachfragerückgang bei den Fluggesellschaften in den Vordergrund gerückt. Tatsächlich wurde im April und Mai nur eine Handvoll Flüge von Ryanair pro Woche durchgeführt, wobei über 90% der Flüge gestrichen wurden.

Da die Fluggesellschaft anfangs nicht in der Lage war, Rückerstattungen zu bearbeiten, weil die Gesundheitsvorschriften die Mitarbeiter daran hinderten, ins Büro zu gehen, versandte die Fluggesellschaft Gutscheine für stornierte Flüge per E-Mail. Aufgrund der falschen E-Mail-Adressen, die von den „Screen Scraping“-Websites angegeben wurden, kamen diese Gutscheine natürlich nie bei den Kunden an.

Wenn Passagiere Ryanair kontaktiert haben, weil der Fluggesellschaft falsche Zahlungs- und Kontaktdaten mitgeteilt wurden, konnten die Passagiere zudem keine Datenverifizierungsprozesse klären.

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Ryanair ermutigt Passagiere, immer direkt zu buchen. Foto: Tom Boon – Simple Flying

Verständlicherweise machte dies viele Fluggäste unglücklich, obwohl die Situation ohne Verschulden von Ryanair entstanden war. Seit Sommer bietet die Fluggesellschaft ein Verfahren an, mit dem Passagiere, die ihre Flüge über eine „Screen Scraping“-Website gebucht haben, ihre Buchung zurückfordern können.

Selbst wenn der Fluggast dieses Verfahren abgeschlossen hat, wird er natürlich wahrscheinlich den von der „Screen Scraping“-Website erhobenen Zuschlag nicht zurückerhalten.

Als wir im Juli über dieses Thema sprachen, sagte Eddie Wilson, CEO von Ryanair,

„Kunden sollten immer direkt bei Ryanair buchen, um sicherzustellen, dass sie die niedrigsten Tarife erhalten, da diese Bildschirmabstreifer die Kunden mit versteckten Zusatzgebühren irreführen und falsche Kontakt-/Bezahlungsdaten angeben, die es den Kunden unmöglich machen, Rückerstattungen oder wichtige Reiseinformationen direkt von Ryanair zu erhalten.“

Haben Sie einen Flug mit Ryanair über eine „Screen Scraping“-Website gebucht? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen in den Kommentaren mit.

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