Warum sich ein Airbus A340 der South African Airways in Neuseeland befindet

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Die Kiwi-Flugzeugbeobachter freuten sich über eine ungewöhnliche Ankunft in Christchurch in dieser Woche. Ein Airbus A340 in den Farben der South African Airways landete gestern Morgen kurz nach 11.45 Uhr (Ortszeit) auf dem Flughafen.  Der Airbus führte einen Repatriierungsflug durch, der 300 Neuseeländer nach Hause brachte.

South African Airways SAA A340
Gestern Morgen landete ein SAA A340 in Neuseeland. Foto: Getty Images

SAA landet in Neuseeland

South African Airways hatte schon immer ein recht ausgedehntes Flugnetz. Bevor die Fluggesellschaft in die Sonderverwaltung eintrat und ihre internationalen Flüge aufgrund der COVID-Krise aus dem Flugplan gestrichen wurden, flog sie in der ganzen Welt. Einige ihrer entferntesten Ziele waren Australien, China, Argentinien und natürlich die Vereinigten Staaten. Aber ein Ort, zu dem sie nie den Weg fand, war Neuseeland.

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Das war, bis zu dieser Woche. Am Montagmorgen um 13.02 Uhr Ortszeit startete der ZS-SND, ein 16 Jahre alter Airbus A340-600, vom Flughafen Johannesburg zu einer langen Reise über den südlichen Indischen Ozean. Das Flugzeug, das unter der Flugnummer SA2984 flog, beförderte rund 300 Kiwi-Passagiere, die nach Hause wollten, nachdem sie viele Wochen lang gestrandet waren.

Die Route führte über den antarktischen Kreis. Foto: FlightRadar24.com

Nach mehr als 12,5 Stunden Flug auf einer Strecke, die sie in unmittelbarer Nähe der Antarktis führte, waren die Passagiere erleichtert, sich im Endanflug auf dem Flughafen Christchurch zu befinden. Der Flug landete um 11.45 Uhr Ortszeit und war damit das erste Mal, dass sich ein Flugzeug der South African Airways auf neuseeländischem Boden befand.

Die 300 Passagiere müssen nun 14 Tage lang in kontrollierte Isolation gehen, bevor sie nach Hause zu ihren Familien zurückkehren können. Die A340 wird am Donnerstag zurück nach Südafrika fliegen. Es ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, ob Südafrikaner an Bord zurückfliegen werden.

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Ungewöhnliche Ankünfte

Neuseeland gewöhnt sich langsam daran, einige ungewöhnliche Gäste auf seinen Flughäfen zu haben, da die COVID-Krise eine Reihe von Fluggesellschaften dazu veranlasst, sich um die Rückführung gestrandeter Staatsangehöriger zu kümmern. Im April begrüßte der Flughafen Christchurch zwei Lufthansa-Flugzeuge, darunter auch eine Boeing 747.

An den Rückführungsbemühungen beteiligte sich auch die einheimische Fluggesellschaft Air New Zealand, denn die Fluggesellschaften arbeiteten zusammen, um rund 12.000 Deutsche in ihr Heimatland zurückzubringen. Auch Austrian Airlines beteiligte sich an der Aktion und sorgte damit für einen weiteren ungewöhnlichen Besucher des Flughafens.

Auch Qatar Airways rockte im April und unternahm eine lange Reise von Doha nach Christchurch, um französische Staatsbürger nach Paris zurückzubringen. Auf der Strecke machte sie einen Zwischenstopp in Perth, um weitere gestrandete Staatsangehörige aufzunehmen, und machte einen technischen Zwischenstopp in Doha, bevor sie in Frankreich ankam.

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Für Südafrika ist die ZS-SND eines der wenigen Flugzeuge, die noch für die Fluggesellschaft im Einsatz sind. Bis auf eine A320 und diese A340 ist derzeit die gesamte Flotte eingelagert. Die A350 sind an Air Mauritius und die Leasinggesellschaft zurückgegeben worden, und während die A340 Anfang dieses Jahres zum Verkauf angeboten wurden, hat bisher noch kein einziges Flugzeug Südafrika verlassen.

Da die SAA-Flotte deutlich geschrumpft ist und ihre Zukunft immer noch sehr ungewiss ist, bleibt abzuwarten, ob dieser A340 wieder für SAA fliegen wird.

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