Was geschah mit dem Airbus A340, den Boeing von Singapore Airlines kaufte

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Anfang dieser Woche schrieben wir darüber, wie Boeing 17 Airbus A340-300 von Singapore Airlines im Rahmen einer Vereinbarung über den Verkauf von 34 Boeing 777 an die Fluggesellschaft gekauft hatte. Im Juni 1999, am letzten Tag der Pariser Luftfahrtausstellung, wurde das Geschäft, das etwa vier Jahre lang geheim gehalten worden war, schließlich enthüllt. Der Verkauf ging durch, sehr zur Missbilligung von Airbus. Aber was geschah am Ende mit diesen Jets? Das wollen wir herausfinden.

A340 singapore airlines
Während Singapore Airlines ihre A340 für die 777 abservierte, sollte sie schließlich der Erstkunde für den Airbus A380 werden. Foto: Aero Icarus via Flickr

Die logischste Schlussfolgerung ist, dass diese Flugzeuge an andere Betreiber weiterfliegen würden. Es wäre ein komischer Gedanke, sich vorzustellen, dass Boeing die Flugzeuge selbst betreiben oder die Jets einfach verschrotten würde. Das Geschäft musste jedoch rentabel sein, und es war immer Boeings Absicht, einen Betreiber zu finden.

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Erster Schritt: Der Verkauf an Boeing

Ganz ähnlich wie Sie beim Handel mit Ihrem Gebrauchtwagen vorgehen würden, um einen Preisnachlass auf ein brandneues, fabrikneues Modell zu erhalten, gingen die A340 von Singapore Airlines an Boeing im Rahmen einer Vereinbarung zum Erwerb brandneuer 777-200.

Nach den auf Airfleets.net verfügbaren Daten scheint es, dass der erste Schritt darin bestand, das Flugzeug an BAHC – auch bekannt als Boeing Aircraft Holding Company – zu übertragen. Diese Körperschaft ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Boeing, die gebrauchte Flugzeuge im Besitz von Boeing verwaltet, einschließlich Flugzeuge, die aufgrund einer Inzahlungnahme oder einer Leasingrückgabe erworben wurden.

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Die A340 wurden im Rahmen einer Vereinbarung zum Kauf neuer Boeing 777 verkauft. Foto: Singapore Airlines

Schritt zwei: Einen Betreiber finden

Auch wenn wir auf die spezifische Geschichte von 17 Airbus A340-300-Flugzeugen nicht näher eingehen werden, so können wir doch einige der bedeutenderen Betreiber nennen.

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Mehrere dieser Jets gingen eine Zeit lang an Gulf Air. Von dort wurden einige an die spanische Fluggesellschaft Plus Lineas Aereas weitergegeben, während einer an die iranische Mahan Air ging.

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Eine A340-300 ging an Gulf Air und dann weiter an Mahan Air. Foto: Marvin Mutz via Wikimedia Commons

Ein weiteres Flugzeug wurde von Boeing an die taiwanesische Fluggesellschaft China Airlines vermietet. Dieser Jet heißt jetzt A7-AAH und gehört der Regierung von Katar, auch bekannt als Qatar Amiri Flight. Nach unserer Zählung gingen etwa vier Flugzeuge an die in Dubai ansässige Fluggesellschaft Emirates. Soweit wir wissen, verbrachten die Jets hier ihre letzten Jahre.

Drei Jets gingen direkt nach Cathay Pacific und verbrachten etwa acht Jahre bei der Hongkonger Fluggesellschaft, bevor sie 2009 eingelagert wurden. Im Jahr 2011 jedoch flogen diese drei Jets alle nach Süden, über den Pazifik nach Argentinien. Dort flogen sie mit Aerolineas Argentina bis etwa 2017.

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Cathay Pacific übernahm einige der A340 von Singapore Airlines und gab sie dann an Aerolineas Argentina weiter. Foto: Aero Icarus via Wikimedia Commons

Mietverträge von Hi Fly und privaten Anbietern

Eine beträchtliche Anzahl dieser Jets landete beim Wet-Lease-Betreiber Hi Fly, wo sie entweder noch existieren oder verschrottet wurden. Hi Fly war in der Lage, einige der Quad-Jets an Fluggesellschaften wie Estelar Latinoamerica, Azores Airlines, XL Airways France, Air Algerie und sogar an die Royal Australian Air Force (RAAF) zu vermieten! Hi Fly vermietete sogar mehr als einen an die australische Luftwaffe, da CS-TQY auch einige Zeit in Down Under verbrachte. Die RAAF nutzte diese als Truppentransporte.

Einer existiert jetzt als VP-BMS mit Las Vegas Sands, während ein anderer (T7-SAU) als privat aufgeführt ist. Während das VP-Präfix eines Flugzeugregistrierungscodes auf die Registrierung in einem britischen Überseegebiet hinweist, ist Las Vegas Sands ein Kasino- und Ferienortunternehmen. Es wird vermutet, dass der Jet benutzt wird, um „High Rollers“ und VIPs zu fliegen, um „das hohe Leben zu leben“ (to live the high life).

Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass einige dieser Jets inzwischen verschrottet worden sind.

Singapore Airlines A340
Wer hätte gedacht, dass diese A340 mit einer so vielfältigen Liste von Betreibern fliegen würden? Foto: Aero Icarus via Wikimedia

Es ist eigentlich ziemlich unglaublich, alle Fluggesellschaften und Betreiber zu untersuchen, mit denen dieses Los von A340-300 nach dem Aufkauf durch Boeing geflogen ist.

Wurden Sie von einigen dieser Betreiber überhaupt überrascht? Teilen Sie uns Ihre Gedanken in den Kommentaren mit.

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